Brauche ich Gott wirklich?

Brauche ich Gott wirklich?

Geschrieben von: Heidi Watz Vedvik | Veröffentlicht: Freitag, 30. August 2013

Ich bin Christin. Ich bin jung. Ich glaube an Gott. Ich glaube an die Bibel. Ich bin überzeugt, dass ich mich verändern werde, wenn ich nach Gottes Wort lebe, so, wie es in der Bibel steht. Von Zeit zu Zeit halte ich jedoch inne und denke nach. Gibt es tatsächlich einen Gott?

Was, wenn es nie einen gegeben hat? Ich glaube,  ich würde dann trotzdem mein Leben nicht einfach so wegwerfen, denn mein Wunsch war es immer, ein gutes Leben zu führen, mit oder ohne Gott. Nun stellt sich für mich jedoch die Frage: „Kann ich dann nicht auch nach der Bibel und deren Botschaft leben, ohne an Gott zu glauben?“

Wenn ich zum Beispiel ungerecht behandelt werde, schaffe ich es dann aus eigener Kraft auf rechte Weise damit umzugehen? Wenn ich versucht werde, etwas Herablassendes über einen anderen zu sagen, kann ich mich doch einfach dazu entschließen, es nicht zu tun. Ich möchte auch nicht, dass negative Gedanken über andere in meinem Kopf umherschwirren. Ich will gegen die Sünde kämpfen, die in meiner menschlichen Natur wohnt, genauso, wie es in der Bibel beschrieben ist. Das kann man bestimmt ganz alleine schaffen. Dafür muss es doch keinen Gott geben. Oder?

Bin ich in der Lage, selbst den Versuchungen ein Ende zu setzen?

Weshalb sollte ich aber nach den Worten der Bibel leben, wenn es keinen Gott gibt? Weil es trotz allem eine gute Botschaft ist. Aber ist das überhaupt möglich? Ist es möglich, mich selbst zu erniedrigen und nicht meinen eigenen Willen zu tun? Manche Situationen werde ich bestimmt meistern können, andre Dinge werden sicherlich nach und nach zur guten Gewohnheit. Aber was erreiche ich denn damit? Vielleicht werde ich für die anderen etwas umgänglicher.  Ist das alles? Bringt mich das denn weiter? Werde ich so jemals fertig mit all dem Negativen, das ich an mir sehe und versuche zu überwinden?  Bin ich überhaupt in der Lage, selbst den Versuchungen ein Ende zu setzen?

Bringt mich das denn weiter?

«Wie seine göttliche Kraft uns alles, was zum Leben und zur Gottseligkeit dient, geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die allergrößten und teuren Verheißungen geschenkt sind ,damit ihr durch diese teilhaftig werdet der göttlichen Natur, die ihr entflohen seid dem Verderben der Lust in der Welt…» (2. Petr. 1,3-4)

Göttlicher Natur teilhaftig werden?

Ich bekomme also Hilfe, das Richtige zu tun, wenn ich an Gott glaube und bei ihm Kraft suche. Dies bedeutet, mein eigener Wille wird gestärkt, Gottes Willen zu tun und gegen die Sünde zu kämpfen, die in meiner Natur liegt. Doch nicht nur das, ich werde auch „Gottes Natur teilhaftig“. In Jak. 1,13 steht von dieser göttlichen Natur geschrieben: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand.“ Gewinne ich göttliche Natur, werde ich also dadurch frei von allem, was mich belastet. Jedes Mal, wenn ich gegen meine sündige Natur kämpfe, bekomme ich mehr und mehr Ruhe von ihr und werde von ihr befreit. Sie belastet mich nicht mehr. Ich merke, dass ich dieses Leben, diese Freiheit, um die es in der Bibel geht, nicht aus meiner eigenen Kraft heraus erreichen kann. Aus diesem Grund muss es also einen Gott geben, denn woher sollte sonst die Kraft kommen? Oder wie wird ein neues Leben geschaffen, wenn nicht durch den Schöpfer?

„So stehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat, und lasset euch nicht wiederum unter das Joch der Knechtschaft bringen.“ (Gal. 5,1)

Alleine den Kampf gegen das Fleisch zu kämpfen bedeutet Knechtschaft! Göttliche Natur zu gewinnen bedeutet dagegen Freiheit!

Die Frage ist nicht länger, ob es Gott gibt oder nicht. Sondern die Frage ist, ob ich mich mein ganzes Leben lang mit denselben, negativen Seiten meiner Natur abmühen will, oder ein für alle Mal der Sünde ein Ende setzen will. Knechtschaft oder Freiheit? Die Entscheidung ist einfach. Ich nehme Alternative 2. Ich entschließe mich, Gott zu glauben und seinen Willen so zu tun, dass er Veränderung in mir schaffen kann. Denn das, worum es eigentlich geht ist Veränderung!

Knechtschaft oder Freiheit? Die Entscheidung ist einfach.